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Armin Mueller-Stahl

... ist ohne Zweifel ein künstlerisches Ausnahmetalent.
Neben einer beeindruckenden Schauspielkarriere in Deutschland, Europa und Hollywood ist der ausgebildete Konzertgeiger erfolgreich als Musiker, Schriftsteller und auch als Maler.

Wer sich mit der Persönlichkeit Armin Mueller-Stahl und seinem graphischen Lebenswerk auseinandersetzt, merkt schnell, dass er weitaus mehr darstellt, als generell in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Der oft als aristokratisch wahrgenommene Charakterdarsteller, der es in aller Bescheidenheit schaffte nicht nur einer der größten deutschen sondern auch ein international anerkannter Schauspieler zu werden, ist seit mehr als fünf Jahrzehnten bildkünstlerisch tätig. Armin Mueller-Stahl macht neugierig auf Kunst und nimmt den Betrachter mit auf eine Reise in seine Welt. Seine Arbeiten zeigen ihn als wachen, fantasievollen Weltbürger, der die Kultur der Welt als ganz normalen Bestandteil des täglichen Lebens sieht.

Dies führt in seiner Betrachtung immer wieder zu Auseinandersetzungen mit seinen gesehenen und erlebten Eindrücken. Die genaue Beobachtung
seiner Umgebung bedeutet für ihn als bildender Künstler sehr viel – Gestik und Mimik sind für ihn Schlüssel zur Seele. Seine intensiven Gemälde,
Aquarelle und Zeichnungen sind geprägt von individueller Handschrift mit sicherem Strich und großartigem Umgang mit Farbe.

Armin Mueller-Stahl gehört zweifelsohne zu den klassischen Mehrfachbegabungen der deutschen Kulturgeschichte. 1930 in Tilsit geboren, wird er in einer kultursensiblen Familie groß, bei der Malen, Schauspielern und Musizieren zum Alltag gehören. Kein Wunder also, dass Armin Mueller-Stahl als drittes von fünf Kindern kulturelles Tun in sein Leben übernommen und das künstlerische Talent des Vaters aufgenommen und fortgeführt hat. Den ernsthaften Beginn seiner Malerei als eigenständige Werkgruppe beziffert er auf das Jahr 1951, in dem er auch mit seinem Schauspielunterricht begann. Zwei Jahre zuvor hatte er sein Musikstudium begonnen, nachdem er zuerst an einer Schauspielschule wegen mangelnden Talents nicht angenommen wurde. Welch unglaubliches Fehlurteil!

Verfolgt man die historische Abfolge seiner verschiedenen Ausbildungs- und Interessenbeginne, wird eines offenbar: Alle Talente, Fähigkeiten und
begnadeten Handlungen Armin Mueller-Stahls fließen ursprünglich aus einer Quelle – der des Genies.

Und, das ist wesentlich im Oeuvre dieses Künstlers, sie bestehen immer parallel. Faszinierend sind die Drehbücher Mueller-Stahls, die Seite um Seite farbüberquellend sowohl dem Textstudium als auch der Malerei dienen. Dort findet keine Trennung statt, alles geht ineinander über. Schlussendlich auch die Themen und Motive, wie zum Beispiel die Schauspieler- und Autorenporträts oder die Zeichnungen zu Goethes Urfaust. Wie der tanzende Strich die Dargestellten in einer unglaublichen Leichtigkeit und Brillanz wiedergibt, zeigt, wie sehr Ansinnen und künstlerisches Tun bei Mueller-Stahl einhergehen.

Während der Künstler anfangs seine Malerei mit den Worten „das Zeichnen fiel mir so leicht, ich dachte, alles, was einem leichtfällt, ist nicht bedeutend“ abtut, wurde bereits bei den ersten Ausstellungen seines malerischen Werkes deutlich, dass sich hier etwas ganz Besonderes, etwas Eigenes auftut. Armin Mueller-Stahl gelingt, was nur wenige schaffen: Parallel zu einer beeindruckenden Schauspielkarriere entsteht ein ebensolches Bildwerk, das bereits in Museen und an wichtigen internationalen Ausstellungsorten begeistert gefeiert wurde.