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Janosch

... ist einer der bedeutendsten Kinderbuchautoren und Illustratoren des 20. Jahrhunderts, der wie kein anderer Kinder und heutige Erwachsene mit seinen Büchern so geprägt hat – wer kennt nicht die Titel „Oh, wie schön ist Panama“ oder „Post für den Tiger“.
Neben seiner Tätigkeit als Autor ist Janosch aber auch freischaffender Künstler. Seine Zeichnungen, Illustrationen und Geschichten wurden mit angesehenen Literaturpreisen und zahlreichen Kultur-, Kunst- und Filmpreisen ausgezeichnet. 1993 bekam er das Bundesverdienstkreuz für sein künstlerisches Schaffen verliehen.
Der künstlerische Anspruch in den Janosch-Illustrationen ist bis heute sehr ausgeprägt. Sein unverwechselbarer Stil ist in Radierungen, Aquarellen und Leinwandarbeiten erkennbar. Seine Werke sind voll humoristischer Details, die aber auch Kritik an der Gesellschaft zum Thema haben. Dabei unterstützen seine Farben die jeweilige Thematik und haben starken Symbolcharakter. Ein wichtiges Element in seinen Bildern ist die Sprache: Gedanken, Sprüche und Konversationen sind in die Bildkomposition mit eingebunden, als Teil des Ganzen. Auch mitten im Raum, als Schild oder Sprechblase, sind die Sprachelemente ein wichtiges Stilmittel in den Arbeiten Janoschs.

Wir sind offizell authorisierte JANOSCH-Galerie!
Janosch wurde am 11. März 1931 als „Horst Eckert“ in Hindenburg/Oberschlesien, heute Zabrze/Polen geboren. 1944 erhielt er eine Lehrstelle zum Schmied und arbeitete in einer Schlosserei. Darüber sagt Janosch heute: „Meine beste und allerwichtigste Zeit im Leben, denn man brachte mir den wichtigsten Satz meines Lebens bei: es gibt nichts, was nicht geht“.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Heimkehr seines Vaters flüchteten seine Eltern 1946 mit ihm nach Westdeutschland. Janosch arbeitete in Textilfabriken in Oldenburg, besuchte eine Textilfachschule in Krefeld und nahm an einem Lehrgang für Musterzeichnen bei dem Klee-Schüler Gerhard Kadow teil.
Aber Janosch hielt es in festen Arbeitsverhältnissen nicht aus. Er wollte Maler werden und frei sein. So zog er nach einem Aufenthalt in Paris 1953 nach München. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste unter anderem bei Ernst Geitlinger. Aber nach diversen Probesemestern musste er wegen „mangelnder Begabung“ abbrechen. Doch Janosch spürte, dass nur das Malen ihm ein Leben in Freiheit ermöglichte und er arbeitete als freischaffender Künstler. 1956 begann er seine schriftstellerische Tätigkeit im Feuilleton. Ein Freund riet ihm, aus seinen Zeichnungen ein Kinderbuch zu machen, und sein Verleger, sich „Janosch“ zu nennen. 1960 erschien sein erstes Kinderbuch „Die Geschichte von Valek dem Pferd“ und 1970 sein erster Roman „Cholonek“ oder „Der liebe Gott aus Lehm“.
1980 kehrt Janosch Deutschland den Rücken. Ursprünglich zur Erholung von einer Krankheit zieht er in ein altes Backofenhaus, hoch in den Bergen von Teneriffa, das er aber bald zu seinem ständigen Wohnort wählt.
Hier führt er seitdem ein friedliches, ruhiges Leben, auch wenn er seinen Zorn auf alles, was die Kinder- und Menschenseele unterdrückt, nicht vergessen hat.
In seinen Kinderbüchern spiegelt sich seine Seele. Die Kleinen und die Außenseiter sind mächtig und anrührend zugleich. Sie leben in einfachsten Verhältnissen und sind damit zufrieden. Janosch sagt es mit den Worten seines Hasen Baldrian: Ich brauche nichts. Ich habe alles, was ich brauche. Nämlich nichts.
Seine über 150 Kinderbücher sind pädagogisch wertvolle Botschaften und wurden in über 27 Sprachen übersetzt. 1985 und 1989 wurden seine Geschichten als „Janoschs Traumstunde“ fürs Fernsehen produziert.
Janosch zeichnet und schreibt jedoch nicht nur Kinderbücher. In seinen Büchern für Erwachsene und speziell in seinen Bildern verarbeitet er unter anderem Erlebnisse seiner Kindheit. Die Ablehnung gottesfürchtiger Religiosität, die Befürwortung familiärer Beziehungen, Freundschaft und die Frage nach dem Sinn des Lebens sind immer wieder Thema für ihn.